JOHANNES GUTENBERG - UNIVERSITÄT MAINZ
Institut für Soziologie
"DAS SYSTEM
WISSENSCHAFTLICHER BIBLIOTHEKEN AM BEISPIEL DER UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK MAINZ
"
1. Die Klassifizierung wissenschaftlicher Bibliotheken
1.1. Allgemeine Klassifizierungen
1.2. Die Mainzer Universitätsbibliothek als
Ausleih -, Freihand- und Magazinbibliothek
2. Benutzungsstellen wissenschaftlicher
Bibliotheken
2.1. Kataloge, Register und Verzeichnisse
2.2. Die Kataloge der Universitätsbibliothek
Mainz
2.2.1. Der Alphabetische Gesamtkatalog
"Wissenschaftliche
Bibliotheken sammeln wissenschaftliches und wissenschaftlich verwertbares
Schrifttum, bereiten es bibliographisch auf, d.h. erfassen in systematischer
Weise die Daten, durch die der Zugriff darauf ermöglicht wird, und leihen es im
Rahmen des Benutzungssystems wieder aus."[1]
Verschiedene Bibliothekenarten lassen sich anhand ihres Benutzungssystems unterscheiden. Die erste Differenzierung läuft auf die beiden Gattungen Präsenzbibliothek und Ausleihbibliothek hinaus. Sie beschreibt die Möglichkeit des Benutzers, Bücher oder andere Werke aus dem Bereich der Bibliothek auszuführen bzw. den Zwang sie nur innerhalb der Bibliothek in den dafür vorgesehenen Bereichen, wie z.B. in Lesesälen, lesen und bearbeiten zu dürfen. In Präsenzbibliotheken sollen sämtliche Bestände permanent vorhanden und "präsent" sein, um den Zugriff zu ihnen jedem Benutzer gleichermaßen zu ermöglichen. Auch in Ausleihbibliotheken gibt es Bestände, die nicht ausgeliehen werden können. Häufig sind das Nachschlagewerke, Handbücher, Bibliographien, Loseblatt- und Zeitschriftensammlungen.
Eine weitere Klassifizierung verwendet den Aufbau der Bibliotheken als Kriterium. In offenen Bibliotheken, sogenannten Freihandbibliotheken, kann sich der Benutzer selbst mit Hilfe von Katalogen das herauszusuchen, was er entleihen oder einsehen möchte. In geschlossenen Bibliotheken, sogenannten Magazinbibliotheken, gibt es diese Möglichkeit der Selbständigkeit nicht. Der Benutzer muß einen Leihschein ausfüllen, um nach einer mehr oder weniger langen Wartezeit das von ihm gewünschte Werk entgegenzunehmen.
Ein häufiges Element von Magazinbibliotheken ist der Lesesaal. Hier findet der Benutzer "Enzyklopädien, Wörterbücher, Adreßbücher, Vorlesungsverzeichnisse, Studien- und Universitätsführer" und "ausgewählte Präsenzbestände der an der betreffenden Universität vertretenen Wissensgebiete"[2]. Eine Variante des Lesesaals, die häufig in Freihandbibliotheken vorzufinden ist, ist die der "Lese- oder Arbeitszone in enger Verbindung mit dem frei zugänglich aufgestellten Bestand."[3] Auch Zeitschriftenlesesäle, die neue Ausgaben der von der jeweiligen Bibliothek bezogenen Fachzeitschriften und Periodika enthalten, sind verbreitet.
Am Beispiel der Mainzer Universitätsbibliothek lassen sich diese beiden Unterscheidungen verdeutlichen. Als typische Ausleihbibliothek besteht hier für den Benutzer generell die Möglichkeit, die gewünschten Werke auszuleihen. Wie bereits gesagt, gibt es aber Ausnahmen von dieser Regelung. Die Universitätsbibliothek bietet die Möglichkeit, solche Bücher aus Präsenzbeständen in einem der drei Lesesäle zu benutzen.
Im Bereich des Lesesaals 1 befinden sich Bücher aus den Bereichen Geschichte, Archäologie und Philologie, Musik- und Theaterwissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Politik und Recht, Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Philosophie. Außerdem ist hier "eine Auslage der wichtigsten Zeitschriften aller Fachgebiete eingerichtet."[4] Der Lesesaal 2 enthält Werke der Naturwisenschaften, der Landwirtschaft, der Pharmazie, der Geographie und Völkerkunde, der Technik und der vorklinischen Medizin - im Gegensatz zur Klinischen Medizin, deren Bestände sich im Lesesaal 3 befinden.
Übrig bleiben die Fachgebiete Buch- und Bibliothekswesen, Vergleichende und Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft und die Theologie. Den Buchbestand dieser Fächer findet der Interesssierte im Gang vor Lesesaal 1 und 2.[5]
Als Mischform von Freihand- und Magazinbibliothek bietet die Universitätsbibliothek Mainz dem Benutzer auf der einen Seite die Möglichkeit der Selbständigkeit. Selbständig sucht er sich die gewünschten Bücher aus den verschiedenen Katalogen heraus, holt sie sich - soweit sie im Freihandbereich untergestellt sind - selbst aus dem offenen Magazin und leiht sie mit Hilfe der Leihkarte aus. Ist ein Lehrbuch im offenen Magazin nicht mehr vorhanden, besteht die Möglichkeit es aus der Lehrbuchsammlung auszuleihen. Hier befindet sich "häufig benutzte Studienliteratur in Mehrfachexemplaren...mit deutlicher Schwerpunktbildung bei Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften"[6]. Ist das Buch dort vergriffen, kann auf den Präsenzbestand der Lesesäle zurückgegriffen werden, in dem sich je ein Exemplar der Bücher aus der Lehrbuchsammlung befinden. Diese können aber nicht ausgeliehen werden. Auf der anderen Seite befinden sich viele Bücher im geschlossenen Magazin der Bibliothek. In einem solchen Fall muß der Bibliothekenbenutzer einen Leihschein ausfüllen. Er kann sich die Bestellung zur Benutzung in den Lesesaal bringen lassen oder sie innerhalb von zehn Öffnungstagen abholen. "Die Leihfrist beträgt vier Wochen."[7] Sie kann nach Ablauf der Frist eines ausgeliehenen Buchs - soweit es nicht aus der Lehrbuchsammlung entnommen wurde - verlängert werden.
Kataloge dienen "zur Erschließung der Bestände einer Bibliothek"[8]. Sie informieren den Benutzer in Verbindung mit den bibliographischen Angaben über den Standort eines Buches oder einer Zeitschrift innerhalb der Bibliothek oder der Magazine.
Generell existieren zwei Arten von Katalogen, der alphabetische Katalog und der Sachkatalog. Im alphabetischen Katalog wird das Schrifttum nach der alphabetischen Reihenfolge der Verfasser und Sachtitel geordnet. Im Fall von Zeitschriften, Nachschlagewerken und Berichten wird nur der Sachtitel angegeben, so auch bei mehr als drei Verfassern bzw. Herausgebern. Sammelwerke werden bei einem persönlichen Verfasser unter dessen Nachnamen im Katalog aufgeführt. Generell ist der Vorname nach dem Nachnamen das zweite Ordnungswort. Bei anonymen Schriften ist das erste im Nominativ stehende Substantiv des Titels entscheidend für die Einordnung im Katalog. Weitere Regeln der Katalogisierung, wie die Handhabung von Umlauten, Doppellauten und Doppelnamen, sind aufgeführt in den "Preußischen Instruktionen" für wissenschaftliche Bibliotheken von 1908 und den "Berliner Anweisungen" für öffentliche Bibliotheken von 1938.
Der Sachkatalog, bestehend aus systematischem und sachalphabetischem Katalog, ordnet den Bestand der Bibliothek nach Sachgebieten. "Der systematische Katalog verzeichnet die Titel unter systematischen Gesichtspunkten nach Wissenschaftsdisziplinen, Abteilungen oder Gruppen."[9] Die Karteien zu den verschiedenen Wissenschaften sind durch Titelkarten von einander getrennt und kartei-intern durch Leitkarten zu speziellen Sachgebieten und Themen unterteilt.
Die einzelnen Karteikarten verzeichnen die Literatur "nach einer chronologischen, verfasseralphabetischen oder stichwortalphabetischen Ordnung."[10] Dem systematischen Katalog ist ein Schlagwortregister beigeordnet, das den Benutzer über Schlagworte zu bestimmten Stellen im systematischen Katalog hinführt.
Der sachalphabetische Katalog nimmt Bezug auf die inhaltlichen "Hauptsinnstellen"[11] der in ihm verzeichneten Bücher und verweist zusätzlich auf Oberbegriffe zu den Schlagworten. Um eine optimale Benutzbarkeit zu ermöglichen, muß auch diesem Katalog ein Schlagwortregister zugeordnet werden.
Eine Verbindung der beiden beschriebenen Katalogarten stellt der Kreuzkatalog dar. Durch ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis, in dem sowohl ein Verfasserkatalog als auch ein Titelkatalog und ein Schlagwortkatalog integriert sind, verbindet er Literatur von und über Personen.
Verschiedene andere Sonderkataloge ordnen Literatur unter einem bestimmten Interessengebiet. So gibt es Orts-, Länder- und Regionalkataloge, in denen das Schrifttum über Orte, Länder und Regionen verzeichnet ist, Körperschafts- und Personenkataloge über die Werke von und zu Personen bzw. Körperschaften, Titelkataloge, die in Titeln vorkommende Schlüsselbegriffe als Ordnungswort verwenden, und Bibliographienkataloge über Publikationen mit einem erwähnenswerten Literaturverzeichnis. Teilweise ist diesen Sonderkatalogen ein Schlagwortregister beigeordnet.
Zeitschriftenverzeichnisse beinhalten die "von einer Bibliothek laufend bezogenen Zeitschriften"[12]. Andere Zeitschriftenbestände können über das Gesamtverzeichnis ausländischer Zeitschriften und Serien (GAZS) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermittelt werden.
"In Vorbereitung ist ein Gesamtverzeichnis deutschsprachiger
Zeitschriften und Serien (GDZS)."[13]
Der Alphabetische Gesamtkatalog der Mainzer Universitätsbibliothek ist zweigeteilt in die Verzeichnisse des bis 1986 und ab 1987 erschienen Schrifttums. Beide Verzeichnisse enthalten sowohl die Bestände der Zentralbibliothek wie auch der Fachbereichsbibliotheken.
Die Systematik des Verzeichnisses bis zum Erscheinungsjahr 1986 (blau) "erfolgt unter dem Familiennamen des Verfassers bei Büchern mit 1-3 Verfassern, nach den Titeln der Bücher, wenn sie von mehr als 3 Verfassern geschrieben worden oder ohne Verfasser - Angabe erschienen sind."[14] Anstatt des Verfassernamens kann auch der des Herausgebers angegeben sein. Die Titel sind "nach grammatikalischer Abhängigkeit geordnet"[15]. Erstes Ordnungswort ist auch hier das erste im Nominativ stehende Substantiv.
Das zweite Verzeichnis enthält die seit 1987 erschienen Bücher (gelb), die Serien der Zentralbibliothek und alle Zeitschriften der Zentral- und der Fachbereichsbibliotheken. Auch hier erfolgt die Ordnung "unter dem Familiennamen des Verfassers bei Büchern mit 1-3 Verfassern, wobei als Verfasser auch sog. Körperschaften (z.B. Institutionen, Gesellschaften, Vereine usw.) gelten können."[16] Im Falle einer Veröffentlichung einer Körperschaft mit einem "unspezifischen Publikationstitel"[17], erfolgt die Einordnung in das Verzeichnis unter dem Namen der Körperschaft. Bei spezifischen Titeln folgt die Ordnung nicht der grammatikalischen Abhängigkeit, sondern der Wortfolge, wobei der Artikel am Anfang nicht als erstes Ordnungswort gilt. Verschiedenfarbige Karteikarten informieren den Katalogbenutzer über den Standort der auf ihnen verzeichneten Bücher und Zeitschriften.
Rosa Katalogkarten kennzeichnen Bücher, deren Standort im Freihandmagazin durch Standnummern ermittelt werden kann. Weiße Karten mit einem grünen Diagonalbalken enthalten Bestände der Fachbereichsbibliotheken, Präsenzbibliotheken, die Bücher nur über Wochenenden oder für kurze Zeit zum Kopieren verleihen. In welcher der Fachbereichsbibliotheken das Buch zu finden ist, läßt sich über das Fachbereichs- und Institutskürzel am oberen Rand der Karte herausfinden.
Die weißen Katalogkarten weisen in der Regel darauf hin, daß zum Ausleihen ein Bestellschein ausgefüllt werden muß. Zusätzliche Vermerke wie LS oder LM 1, 2 oder 3 kennzeichnen Bücher und Zeitschriften, die in den Lesesälen vorhanden sind. Der Vermerk MA bedeutet, daß das auf der Karte verzeichnete Schrifttum in der Fachbibliothek des Fachbereichs Medizin vorzufinden ist. Die Bemerkung "weitere Exemplare in der Lehrbuchsammlung" verweist im dem Fall, daß ein Buch im Freihandmagazin nicht mehr vorhanden ist, auf den Sonderkatalog der Lehrbuchsammlung, der sowohl einen alphabetischen wie auch einen systematischen Katalog enthält. Die Karten mit dem Kürzel KR und BIZ enthalten einsehbare Bücher, in der Regel Bibliographien, im Katalograum, dem Bibliographischen Zentrum.
Hier kann der Benutzer zusätzlich zu dem Schrifttum, das in den Verzeichnissen der Universitätsbibliothek enthalten ist, weitere Literatur ermitteln. Vorhanden sind auch Kataloge anderer großer Bibliotheken, die zum Teil mit Hilfe von Mikrofichelesegeräten eingesehen werden können, "Personalbibliographien, Adressenverzeichnisse, Nachschlagewerke für wissenschaftliche Institutionen, Hochschulschriftenverzeichnisse und viele andere Spezialverzeichnisse."[18]
Bei neueren Beständen, die mit EDV katalogisiert wurden, ist der Standort der jeweiligen Werke nicht mehr durch farbige Karteikarten angezeigt. Fünf verschiedene Kürzel, die durch einen Schrägstrich abgetrennt der Standnummer nachgestellt sind, übernehmen diese Aufgabe.
Bei Karteikarten, die das Kürzel MAG tragen, muß zum Ausleihen des darauf verezichneteen Buches ein Ortsleihschein ausgefüllt werden - vorher war die einfache weiße Karteikartengattung der Träger dieser Information. Die Kürzel FREIHAND und LBS weisen auf die Bestände im offenen Magazin 1 und 2 hin - wie die rosa Karten des älteren Systems. Weitergeführt werden die Verweise auf Lesesäle durch LS 1, 2 oder 3 und auf die Fachbereichsbibliotheken durch das Fachbereichskürzel.
"Der Sachkatalog dient der inhaltlichen Erschließung der in der Zentralbibliothek vorhandenen Literatur. Er gibt Antwort auf die Frage: Welche Bücher sind voprhanden über ein bestimmtes Thema, auf einem bestimmten Gebiet, über eine bestimmte Person?"[19] Er besteht aus einem Personen- und einem systematischen Katalog, dem ein Schlagwortregister beigeordnet ist.
Der Personenkatalog verzeichnet Schrifttum über Peronen und ihr Werk. Dazu gehören sowohl "Biographien von historischen Persönlichkeiten", zu denen auch "Bildende Künstler" gerechnet werden, wie auch "Abhandlungen über das literarische und wissenschaftliche Werk von Autoren"[20]. Geordnet ist der Katalog nach den Familiennamen bzw. Synonymen der Persönlichkeiten.
Die Ordnung des Systematischen Katalogs folgt der der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen und deren Fachgebieten. Durch Leitkarten, sogenannte Nasenlängen, wird der Katalog unterteilt. Kürzel, sogenannte Notationen, weisen auf die einzelnen Wissenschaften hin, die dann wiederum durch Zahlenkombinationen unterteilt werden.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.
Soc: Sozialwissenschaften
Soc 4: Soziologie
Soc 4.710: Soziologie der Geschlechter
Soc 4.717: Frauenfrage[21]
Mit Hilfe des Schlagwortkatalogs können eventuelle Zweifel, welcher Wissenschaft ein bestimmter Begriff zuzuordnen sei, geklärt werden. Hier sind den Schlagworten die oben erwähnten Notationen beigefügt. Durch Finden der Notation im Systematischen Katalog können dann die Standnummern der einzelnen Bücher zu der gefragten Thematik ermittelt werden.[22]
Mit Hilfe des Systems der Fernleihe wird eine "Verbindung zu anderen Bibliotheken der Bundesrepublik oder des Auslands" hergestellt. Sie "kann benutzt werden, wenn ein Buch oder eine Zeitschrift in der UB (=Universitätsbibliothek, d. Verf.) nicht nachgewiesen ist."[23] Sie dient nicht dazu, Bestände einer Bibliothek, die zwar im Katalog verzeichnet sind, aber gerade ausgeliehen wurden, aus einer anderen Bibliotheken zu beschaffen.
Angeschlossen an dieses System sind die folgenden Zentralkataloge von Staats- und Landesbibliotheken:
-
Zentralkatalog Baden-Württemberg in der
Landesbibliothek Stuttgart
-
Bayerischer Zentralkatalog in der
StaatsbibliothekMünchen
-
Hessischer Zentralkatalog in der Stadt- und
Universitätsbibliothek Frankfurt
-
Niedersächsischer Zentralkatalog in der UB Göttingen
-
Norddeutscher Zentralkatalog in der Staats- und
-
Universitätsbibliothek Hamburg
-
Zentralkatalog des Landes NRW (=Nordrhein-Westfalen,
d. Verf.) in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
-
Berliner Gesamtkatalog in der UB der Freien
Universität Berlin[24]
Über diese Kataloge kann eine "besitzende Bibliothek" festgestellt werden. Dieser wird dann von der "bestellenden Bibliothek" ein Fernleihschein zugesandt. In der Regel erhält diese nach drei bis sechs Wochen das bestellte Buch, die geforderte Zeitschrift oder auch nur einen kopierten Zeitschriftenaufsatz. Hat der erste regionale Zentralkatalog die erwünschte Literatur in keinem seiner Kataloge gefunden, "wird der Leihschein zum nächsten Zentralkatalog weitergeschickt und so weiter, bis das gesuchte Buch gefunden ist."[25] Besonders langwierig kann diese "Prozedur" werden, wenn das gesuchte Buch in keinem der bundesrepublikanischen Zentralkataloge vorhanden ist. Dann kann die jeweilige Fernleihstelle der bestellenden Universitätsbibliothek versuchen, es über den internationalen Leihverkehr zu besorgen, dessen Zentralkatalog sich in der Kölner Universitätsbibliothek befindet.
Über die Fernleihe können jedoch speziell in Mainz weder
Bücher, deren Preis im Buchhandel weniger als 15 D-Mark beträgt, noch solche, "die rein praktische Kenntnisse
vermitteln", besorgt werden. Weitere Ausnahmen sind "neuere Reiseführer",
"Magister- und Diplomarbeiten", "Patentschriften und
DIN-Normen", "typische Lesesaal-Literatur" und "Loseblattausgaben"[26].
·
Buß,
Eugen und Martina Schöps: Kompendium für das wissenschaftliche Arbeiten in der
Soziologie. 3. Aufl., Heidelberg 1990, S. 78-86.
· Informationsschriften der Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek Mainz:
- Universitätsbibliothek Mainz: Allgemeine Informationen.Stand: 1.5.1992.
- Universitätsbibliothek Mainz: Alphabetische Gesamtkatalog.Stand: 1.5.1992.
- Universitätsbibliothek Mainz:Bibliographisches Zentrum. Stand: 2.5.1993.
- Universitätsbibliothek Mainz: Fernleihe. Stand: Juli 1992.
- Universitätsbibliothek Mainz: Lehrbuchsammlung. Stand: 5.3.1992.
- Universitätsbibliothek Mainz: Lesesäle. Stand: 1.5.1992.
- Universitätsbibliothek Mainz: Ortsausleihe. Stand: Oktober 1993.
- Universitätsbibliothek Mainz: Sachkatalog. Stand: 5.3.1992.
[1] Buß, Eugen und Martina Schöps: Kompendium für das
wissenschaftliche Arbeiten in der Soziologie. 3. Aufl., Heidelberg 1990, S. 78.
[2]ebenda, S. 83.
[3]ebenda, S. 83f.
[4]Universitätsbibliothek Mainz: Lesesäle. S. 1.
[5]vgl. ebenda. S. 2f.
[6]Universitätsbibliothek Mainz: Lehrbuchsammlung. S. 1.
[7]Universitätsbibliothek Mainz: Ortsausleihe. S. 4.
[8]Buss/Schöps: Kompendium. S. 79.
[9]ebenda, S. 81
[10]ebenda.
[11]ebenda.
[12]ebenda, S. 82.
[13]ebenda.
[14]Universitätsbibliothek Mainz: Alphabetische
Gesamtkatalog. S. 1.
[15]ebenda, S. 2.
[16]ebenda.
[17]vgl. ebenda.
[18]Universitätsbibliothek Mainz: Bibliographisches
Zentrum. S. 4.
[19]Universitätsbibliothek Mainz: Sachkatalog. S. 1.
[20]ebenda.
[21]ebenda, S.2.
[22]vgl. ebenda, S. 2f.
[23]Buss/Schöps: Kompendium. S. 85.
[24]ebenda, S. 86.
[25]ebenda.
[26]Universitätsbibliothek Mainz: Fernleihe. S. 2.